Gesetzesbücher

Rechtliches zu Deinem Event und dem Corona-Virus. 

Hier die wichtigsten Punkte, die es rechtlich zu beachten gibt hinsichtlich Verschiebung oder Absage der Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Corona Virus. Expliziter Hinweis: Dies ist keine Rechtsberatung. Die 100% Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Aufgrund der unsicheren Lage wird empfohlen sich im Einzelfall professionellen Rechtsbeistand zu suchen. 

Die beiden wichtigsten Punkte in Kürze

Rechtliches zur Veranstaltungsabsage

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Ticketkäufer sind bei einer Veranstaltungsabsage unabhängig vom Grund der Absage berechtigt, den gezahlten Ticketpreis zurückzufordern. Zusätzlich könnte der Kunde Schadensersatz fordern oder sogar getätigte Zahlungen für Hotels und Anreise verlangen. Hierzu ist der Ticketkäufer aber nur in manchen Fällen berechtigt. Mehr Infos hier

Rechtliches zur Veranstaltungsverschiebung

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Auch hier war die Verbraucherzentrale recht eindeutig. Ein Ticketkäufer muss eine Verschiebung nicht hinnehmen und kann daher verlangen, dass das Ticket erstattet wird. Weitere Infos zur Verschiebung Deines Events findest Du hier

Leute beim Sonnenuntergang

Was gibt es noch zu wissen?

Bei Veranstaltungsabsage und Veranstaltungsverschiebung gibt es weitere Themen zu beachten, an die man initial vielleicht gar nicht denkt. Wir haben hier eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen. 

Was passiert bei einer Absage mit den Dauerkarten?

Bei Dauerkarten kann der Besucher bzw. die Besucherin eine Rückerstattung im Wert der ausgefallen Events zurückfordern. In diesem Fall muss der Preis der einzelnen Veranstaltung ausgerechnet werden. Wenn bspw. eine Dauerkarte für eine gesamte Saison, die 20 Spiele enthält, 400 Euro kostet, so beträgt der Kaufpreis eines Einzeltickets in dieser Kategorie 20 Euro. Sollten mehrere Veranstaltungen ausfallen, kann folgende intuitive Formel zur Berechnung des erstattungsfähigen Betrags, genutzt werden:

Preis der Dauerkarte geteilt durch Anzahl der in der Dauerkarte inkludierten Events mal Anzahl der ausgefallen Events

Klauseln in der AGB, die diese Fälle ausschließen, sind aus Verbrauerschutzgründen nicht zulässig. Die Verbraucherzentrale hat hierzu Infos bereitgestellt. 

Kunde gibt Tickets zurück aus Angst vor Infektion

Folgendes Szenario: Ein/e Kunde/in möchte sein/ihr Ticket zurückgeben, weil er/sie Angst vor einer Infektion hat. Die Veranstaltung findet jedoch statt. Was nun?

Grundsätzlich kannst Du verkaufte Tickets natürlich wieder stornieren und den Kaufpreis an den Käufer auszahlen. Hierbei handelt es sich allerdings um reine Kulanz, die wiederum in Deinem Ermessen liegt. Per se hat der Ticketkäufer also nicht das Recht auf eine Erstattung. Bspw. ist auch die Angst vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko zu Coronazeiten kein ausreichender Grund, um von dem Kaufvertrag zurückzutreten. Auch hierzu hat die Verbraucherzentrale entsprechende Infos bereitgestellt. 

Was ist wenn man Kombi-Pakete verkauft hat? z.B. Ticket + Hotel

Wenn Deine Besucher Pauschalpakete bei Dir, sprich Tickets und bspw. eine Übernachtungsmöglichkeit oder ein Zugticket (durchgeführt von einem Anbieter), gekauft haben und die Veranstaltung ausfällt, kann der Buchende den gesamten Kaufpreis zurückfordern. In diesem Fall bist Du also dazu verpflichtet die Buchung in voller Höhe zurück abzuwickeln.

Sind die Buchungen separat erfolgt, bist Du nur zu Erstattung des Kombipreises verpflichtet, sofern man Dich für die Absage der Veranstaltung verantwortlichen machen kann.

Grundsätzlich handelt es sich jedoch im Fall des Corona Virus um unvermeidbare außergewöhnlichen Umstände, also höhere Gewalt, weshalb Du im Regelfall nicht zur Verantwortung gezogen werden kannst. Es bleibt jedoch weiterhin eine Einzelfallbehandlung. Weitere Infos findest Du bei der Verbraucherzentrale